Orthopädische Schuhzurichtungen (Sportschuhe und deren orthopädie-schuhtechnische Adaption)
Definition
Orthopädische Schuhzurichtungen an Konfektionsschuhen sind Behandlungsmittel des Arztes bei Erkrankungen, Formveränderungen und Funktionsstörungen des Fußes. Im wesentlichen handelt es sich um bettende, korrigierende, stoßdämpfende, stützende oder funktionsverbessernde Maßnahmen.
Zurichtungen kommen als Unterstützung zur Behandlung von Fußfehlformen und Überlastungsschäden dann in Frage, wenn sie bei gezielter Indikation eine Ergänzung der therapeutischen Maßnahmen darstellen.
Die Idee, durch Korrekturen am Sportschuh eine Veränderung der Biomechanik des Bewegungsablaufes zu erwirken und somit eine Leistungsverbesserung beim Sportler zu erreichen, ist im Grunde nicht neu.
Fußdeformitäten, Beinlängendifferenzen und Achsfehler werden heute bei den Spitzensportlern maßgerecht während der Herstellung eines individuellen Schuhes ausgeglichen. Diese vom Ausrüster auf die Bedürfnisse des Sportlers zugeschnittene Schuhversorgung, ist natürlich für den Breitensportler nicht möglich. Heute ist die Orthopädieschuhtechnik in der Lage, solche Adaptionen technisch richtig und finanziell vertretbar auf Verordnung des Arztes herzustellen. Handelt es sich dabei um korrigierende Eingriffe, so darf der Bewegungsablauf der betriebenen Sportart trotzdem nicht beeinträchtigt werden. Das verwendete Material muß leicht sein und dem Sportschuh in seiner Konzeption entsprechen. Praxisbeispiele für die häufigsten Verordnungen, siehe Kapitel Orthopädische Schuhzurichtungen:

Beinlängendifferenzen
(31.03.04.1000) und
(31.03.04.1001)

Innen- oder Außenrandanhebung
(31.03.04.1003)

Abroll- oder Pufferabsatz
(31.03.04.0001) und
(31.03.04.0005)

Sohlenrolle
(31.03.04.2000)