31.03.1973 im Hotel Eiss in Leonberg

Protokollauszug:

Obermeister Heck stellte seinen Geschäftsbericht unter das Motto “ 3 Jahre OSM-Innung in Baden-Württemberg“. Nach Ablauf der ersten Wahlperiode hielt er Rückblick auf diese 3 Jahre. Die Gründung der Innung könne heute als ein voller Erfolg bezeichnet werden. Sie sei nicht nur von allen Dienststellen und Behörden anerkannt, sondern habe auch beim BIV entsprechend ihrer großen Mitgliederzahl besonderen Einfluß nehmen können, wahrgenommen einmal durch unseren Kollegen Ihrig im Vorstand des BIV und durch Kollege Heck selbst als Mitglied des Lohn- und Sozialpolitischen Ausschusses.

In diesen 3 Jahren habe die Innung viele Schulungen durchgeführt und habe hierzu ca 25 000 DM Förderungsmittel vom Landesgewerbeamt erhalten. Auch dies sei als ein besonderer Erfolg der Innungsarbeit zu werten.
In Kiel habe die Innung durch die Delegierten die Zustimmung zur Bundesfachschule Hannover gegeben. Dieser Entschluß sei zwar sehr schwer gefallen, es wäre jedoch nicht zu verantworten gewesen, wenn Baden-Württemberg dieses Projekt blockiert hätte.

Obermeister Heck erinnerte noch an die verschiedenen Veranstaltungen der Berichtszeit, so besonders die 2-tägige in Weil der Stadt und den wirklich gelungenen Tag in Freudenstadt.

Es gebe aber auch Negatives zu berichten. Hier sei das Problem „Nachwuchs“ an erster Stelle zu nennen. Es sei uns nicht gelungen, unserem Handwerk den notwendigen Nachwuchs zuzuführen. Hier müsse mehr getan werden, wenn auch der Erfolg in der heutigen Zeit sehr in Frage gestellt sei. Er sehe eine ernste Gefahr für unser Handwerk, wenn es nicht gelänge ‚ wenigstens zu kleinen Erfolgen zu kommen In diesem Zusammenhang müsse auch das „Schulproblem“ erwähnt werden, das viele Sorgen bereitet habe, aber immer noch nicht gelöst sei. Nach vielen Versuchen auf Landesebene zu einem Ziel zu kommen, sollten wir nun versuchen, das Problem über die Bundesfachschule einer Lösung zuzuführen.

Als negativen Punkt müsse er aber auch die Laschheit eines Teils der Mitglieder werten. Auch hier gelte es künftig darauf hinzuwirken daß alle Kollegen in ihrer Innung mitarbeiten. Es dürfe einfach nicht passieren, daß man mehrmals die Abgabe eines Fragebogens monieren müsse und schließlich doch nicht alle zusammenbringe. Das sei beschämend und niemand dürfe dann mit erfolgreicher Arbeit rechnen.

Jahresrechnung, Entlastung der Kassenführung und des Vorstands und der Haushaltsplan wurden einstimmig beschlossen.

Obermeister Erich Heck und Stellvertreter Martin Stäbler wurden einstimmig wiedergewählt.

Kollege Kohler scheidet aus dem Vorstand aus ‚ da er sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellen könne. Obermeister Heck dankte ihm für sein jahrelanges mitwirken herzlich.

Für die weiteren Vorstandsmitglieder erfolgt folgende Vorschläge :

Bezirksgruppe Nordbaden: Stäbler ‚ Ihrig

Bezirksgruppe Südbaden : Werne ‚ Stinus

Bezirksgruppe Nordwürttemberg: Heintel ‚ Gabel

Bezirksgruppe Südwürttemberg: Abele ‚ Jud

Schriftführer: Kleinknecht

Weitere Wahlvorschläge wurden keine eingebracht. Über jeden Vorschlag Kollegen wurde einzeln abgestimmt. Ergebnis : Einstimmige Wahl aller obengenannten Kollegen.

Kassenprüfer:
Vorschlag: Kollege Schneider, Stuttgart – Feuerbach und Kollege Pausch ‚ Pforzheim, keine weiteren Vorschläge. Ergebnis : Schneider und Pausch einstimmig gewählt.

Ausschuß fiir die Berufsbildung:
Vorschlag: Lohmann, Karlsruhe – Durlach, Fehrenbach Freiburg ‚ Kleinknecht, Waiblingen
Keine weiteren Vorschläge. Ergebnis : einstimmig gewählt.